Warum Sparplan

Einmalanlage oder Sparplan?

In Österreich sind derzeit rund 9.000 Publikums-Investmentfonds zum Vertrieb zugelassen. Entsprechend macht es diese große Auswahl Anlegern schwer, die Rosinen herauszupicken. Eine sehr beliebte Methode ist es, rein auf historischen Daten beruhende Performancezahlen zu vergleichen, um hieraus einen Schluss für die Zukunft und damit für die richtige Anlageentscheidung zu treffen.

Hierbei ist jedoch große Vorsicht geboten! Historische Daten sind keinesfalls Garantien für die Zukunft. So ist es durchaus denkbar, dass ein Fonds, der über eine gewisse Zeit die Performance-Ranglisten in den verschiedenen Medien anführt, durch den immensen Kapitalzufluss neuer Anleger in einen "Anlagenotstand" gerät.

Dies kann der Fall sein, wenn der Fondsmanager zu diesem Zeitpunkt keine vernünftigen und vor allem dem Anlagegrundsatz entsprechenden Anlagemöglichkeiten sieht. Somit wird er zwangsweise in den Ranglisten auf einen der hinteren Plätze verwiesen.

Investiert der Fonds in sehr engen Märkten, kann es besonders gefährlich werden. Dies sind etwa sehr klein kapitalisierte Aktiengesellschaften (so genannte Micro Caps) oder z.B.Entwicklungsländern mit noch geringer Marktkapitalisierung.

Grundsätzlich bestehen bei der Anlage in Investmentfonds mehrere Möglichkeiten: Einmalanlage oder Sparplan. Neben der Auswahl des richtigen Investmentfonds ist auch das Timing (Zeitpunkt der Anlage) von entscheidender Bedeutung. So ist es ratsam, eine Einmalanlage nicht unbedingt auch zu einem einzigen Termin anzulegen, sondern diesen Betrag auf einen längeren Zeitraum aufzuteilen.

In folgendem Beispiel sehen Sie einen Vergleich einer Einmalanlage und der Aufteilung in 10 Raten:

Anleger A legt 10.000,00 am 01.03.99 in einen Fonds an.

Anleger B legt ab dem 01.03.99 in 10 Raten à 1.000,00 in den selben Fonds an, jeweils zu Beginn des Folgemonats.


Ein Rechenbeispiel

Datum Preis Anleger A
Anteilskauf
Anleger B
Anteilskauf
01.03.99 100,00 100 10,00
01.04.99 98,00   10,20
01.05.99 95,00   10,53
01.06.99 92,00   10,87
01.07.99 90,00   11,11
01.08.99 93,00   10,75
01.09.99 95,00   10,53
01.10.99 95,00   10,53
01.11.99 97,00   10,31
01.12.99 102,00   9,80
Anteilsbestand nach 10 Monaten   100 104,63
Aktueller Preis 102 10.200,00 10.672,22



Nach Ablauf der 10 Monate hat



- Anleger A immer noch 100 Anteile.


- Anleger B, da er bei niedrigen Preisen mehr Anteile, bei höheren Preisen weniger Anteile gekauft hat, 104,63 Anteile.




Bei einem dann aktuellen Preis von 102 (Zuwachs um 2%) kann



- Anleger A einen Zuwachs seines Vermögens von 200,00 vorweisen.


- Anleger B einen Zuwachs seines Vermögens von 672,22 vorweisen.




So finktioniert der Cost-Average-Effekt




Dieses Prinzip, "Cost-Average-Effekt" genannt, lässt sich beliebig in die Zukunft erweitern. Somit treffen Sie immer die richtige Entscheidung. - Bei hohen Preisen kaufen Sie wenige Anteile und bei niedrigen Preisen kaufen Sie viele Anteile.
Vorausgesetzt natürlich, dass die Strategie grundsätzlich stimmt.


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